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Hundeshampoos

In Deutschland leben mehr als fünf Millionen Hunde und alle machen sich dreckig. Leider belasten viele der im Handel erhältlichen Shampoos das Tier mit unnötigen Schadstoffen - nur vier Produkte können wir empfehlen.




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Hunde sind Jäger und gute Jäger müssen sich nun einmal tarnen. Dieser stammesgeschichtlichen Vorgabe wird der Vierbeiner durch das Wälzen in möglichst übelriechenden Substanzen am Wegesrand gerecht. Aus Hundesicht eine durchaus logische Tätigkeit, denn so riecht die potenzielle Beute den Angreifer nicht. Dem Hund ist es dabei auch schnurzegal, dass die Beute in unseren zivilisierten Gegenden inzwischen aus der Dose kommt. Zwar verfügen Hundehalter über ein gerüttelt Maß an Nachsicht gegenüber solchen ungewöhnlichen Gerüchen, aber auch für die abgebrühteste Menschennase ist irgendwann die Toleranzgrenze erreicht. Zum Hundebad mit Vollshampoonierung sollte es aber nur in Notfällen kommen. Die Waschprozedur entzieht dem Fell das schützende Fett und raubt ihm damit seinen Selbstreinigungseffekt. Zu häufiges Waschen greift außerdem in den gesunden Säureschutzmantel der Haut ein.
Für den Fall der Fälle hält die Industrie eine reiche Palette an Reinigungssubstanzen bereit. Allerlei Pflegendes soll das Fell wieder zum Glänzen bringen, Zusätze von Kamilleextrakten, Aloe vera oder Jojobaöl versprechen Haar und Haut des Hundes zu schützen. ÖKO-TEST wollte wissen, ob die angebotenen Produkte wirklich nur positiv wirken und hat deshalb 14 Hundeshampoos in die Labore geschickt und dort auf mögliche Schadstoffbelastungen untersuchen lassen.


Das Testergebnis

Vier "gute" Shampoos sind nur gering mit Schadstoffen belastet, fünf Hundeshampoos bekommen ein "befriedigend" oder "ausreichend". Bei fünf untersuchten Produkten summieren sich die Mängel leider zu einem "mangelhaften" bzw. "ungenügenden" Gesamturteil.

In den drei "ungenügenden" Shampoos finden sich unter anderem als bedenklicher Inhaltsstoff Formaldehyd/-abspalter. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. Formaldehyd/-abspalter werden von der Kosmetikindustrie als Konservierungsmittel eingesetzt.
Die drei Hundeshampoos Bearphar Shampoo Pro Vitamin Black, Pitti Boris Kräuter-Shampoo und Candy Shampoo Kamille mit Nerzölzusatz sind mit umstrittenen halogenorganischen Verbindungen belastet. Einige Vertreter dieser Stoffgruppe stehen im Verdacht, Krebs auszulösen oder allergen zu wirken.
Nitromoschus-Verbindungen sind künstliche, problematische Duftstoffe, die sich im Fettgewebe anreichern. Das von uns beauftragte Labor fand sie in fünf Proben. Zusätzlich sind zwei dieser Shampoos mit polyzyklischen Moschus-Verbindungen belastet. Mit weiteren problematischen Duftstoffen, die Allergien auslösen können, halten sich die meisten Hersteller erfreulicherweise zurück. Einzig im Mela-Vit Natur-Fellpflegeshampoo mit Teebaumöl und Jojobaöl findet sich der Duftstoff Hydroxycitronellal.
Der Weichmacher Diethylphthalat ließ sich in sechs Shampoos nachweisen. Dieser Stoff wird von der Haut aufgenommen und beeinflusst ihren Schutzmechanismus. Er gilt daher ebenfalls als bedenklicher Inhaltsstoff.
Einzig im ansonsten "ungenügenden" Hundeshampoo Golden Animal Care Schneeweiß-Shampoo von Hersteller Grau wird auf den Einsatz von umstrittenen PEG/PEG-Derivaten verzichtet. Diese Stoffe wirken als Emulgatoren, verbinden so Wasser und Fett und dienen in Shampoos zusätzlich als Tenside. Sie machen die Haut durchlässiger und begünstigen so das Einschleusen von Fremdstoffen.


Das haben wir untersucht

Bedenkliche Inhaltsstoffe sind Formaldehyd/-abspalter und Diethylphthalat. Zu den umstrittenen Inhaltsstoffen zählen halogenorganische Verbindungen und PEG/PEG-Derivate. Unter die problematischen Duftstoffe fassen wir Nitromoschus-Verbindungen, polyzyklische Moschus-Verbindungen sowie Duftstoffe, die Allergien auslösen können, zusammen. Eine umweltbelastende Verpackung enthält PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe.



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